Forschungsergebnisse

Fachtag "Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe - Was Kinder- und Jugendarbeit leistet"

Im Rahmen des Projektes zur Interkulturellen Öffnung der Offenen Jugendarbeit fand am Donnerstag, den 8. Oktober 2015 im Kolping-Haus in Mainz der abschließende Fachtag zum Thema "Vielfalt & gesellschaftliche Teilhabe – Was Kinder- & Jugendarbeit leistet“ statt.

Der Einladung des Fachtags waren Fachkräfte der Offenen Jugendarbeit und Vertreter_innen der Jugendpflege sowie der Jugendmigrationsdienste aus ganz Rheinland-Pfalz gefolgt. Darüber hinaus nahmen an diesem Tag Verantwortungsträger aus den Jugendämtern der Modellstandorte, dem Landesjugendamt und dem Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen Rheinland-Pfalz sowie dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge teil.

Am Vormittag konnten sich die rund 65 Teilnehmer_innen anhand von Vorträgen aus Praxisforschung und Wissenschaft über das Themenfeld informieren. Nachmittags bestand die Möglichkeit des kollegialen Austauschs in zwei Fachforen zu den Themen: „Partizipation in den Einrichtungen“ und „Das Jugendzentrum im Sozialraum“. In den Fachforen haben die Modellstandorte des Projektes Beispiele gute Praxis vorgestellt. Im Anschluss konnten die Teilnehmenden Fragen stellen, diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen aus der Praxis einbringen.

Hier finden Sie die Vorträge des Fachtags als PDF-Versionen:

Fachtag "Interkulturelle Öffnung der Offenen Jugendarbeit"

Im Rahmen des Projektes fand am 13.11.2014 im Kolping-Haus in Mainz der diesjährige Fachtag zur Interkulturellen Öffnung der Offenen Jugendarbeit statt.

Auf dem Fachtag waren Fachkräfte der Offenen Jugendarbeit und Vertreter_innen der Jugendpflege sowie der Jugendmigrationsdienste vertreten. Darüber hinaus nahmen an diesem Tag Verantwortungsträger aus den Jugendämtern der Modellstandorte, dem Landesjugendamt und dem Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen Rheinland-Pfalz sowie dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge teil.

Anhand von Fachvorträgen konnten sich die rund 60 Teilnehmer_innen am Vormittag über das Themenfeld und aktuelle Herausforderungen informieren. Nachmittags bestand die Möglichkeit des kollegialen Austauschs in Arbeitsgruppen zu den Themen: „Junge Flüchtlinge in der Offenen Jugendarbeit“, „Jugendliche mit hohem sozialpädagogischem (Gesprächs-/Beratungs-)Bedarf“, „Auseinander - Nebeneinander – Miteinander (Balance zwischen Gruppen)“ sowie „(Sinnvolle) Vernetzung im Sozialraum“.

Offene Jugendarbeit – das konnte der Fachtag zeigen – lebt Vielfalt und ist „par exellence“ offen für alle. Dieses Potential, das von der Offenen Jugendarbeit ausgeht, ist u.a. eine große Chance im Hinblick auf neue Zielgruppen wie junge Flüchtlinge. Das Potential der Offenen Jugendarbeit liegt auch in der Übertragbarkeit ihrer Gelingensfaktoren auf andere gesellschaftliche Bereiche und Institutionen.

Aufgrund der positiven Rückmeldungen wird ein weiterer Fachtag in 2015 folgen, der für alle Interessierten offen ist. Bei Interesse können Sie gerne zu uns Kontakt aufnehmen.

Hier finden Sie die Vorträge des Fachtags als PDF-Versionen:

 

 

"Dieses Haus ist cool, kommt doch vorbei." Diversitätsbewusste Offene Jugendarbeit

Birgit Jagusch

Der Artikel, der in der Ausgabe 10/2014 der Zeitschrift deutsche Jugend erschienen ist, skizziert aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen, die sich für die Offene Jugendarbeit im Kontext mit einer pluralen und diversifizierten Gesellschaft stellen. Er beleuchtet die Situation in Hinblick auf die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Migrationsgeschichten an den Angeboten der Offenen Jugendarbeit sowie den Grad der institutionellen  Interkulturellen Öffnung. Basierend auf den Ergebnissen der landesweiten Befragung in der OJA, einer Befragung von Jugendlichen in einem ländlich strukturierten Landkreis sowie Interviews mit Mitarbeitenden aus den Einrichtungen werden zentrale Befunde für eine diversitätsbewusste Jugendarbeit entwickelt. Dab ei spielt die Berücksichtigung von Ausgrenzungs- und Rassismuserfahrungen der Jugendlichen ebenso eine bedeutende Rolle wie die Berücksichtigung weiterer Differenzlinien, die im Leben der Jugendlichen von Relevanz sind (wie etwa Gender, soziale Herkunft und Milieu, sozio-ökonomische Situation oder geographische Verortung).

Der Beitrag kann hier abgerufen werden:

Diversität in der Offenen Jugendarbeit

In der Zeitschrift Migration und Soziale Arbeit (36. Jahrgang 2014, Heft 1, S. 67-75) erscheint aktuell der Artikel „Diversität in der Offenen Jugendarbeit“ von Birgit Jagusch und Andrea Michel-Schilling. Inhalt sind Ergebnisse einer landesweiten Fragebogenerhebung in Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit in Rheinland-Pfalz.

Die Ergebnisse der Erhebung zeigen, dass sich eine Vielzahl an Differenzlinien in den Offenen Treffs manifestieren und diese daher durchaus eine Art Experimentierfeld für Diversität darstellen können. Gleichzeitig verweist die Erhebung auf Herausforderungen für die Offene Jugendarbeit. Die Gestaltung der Angebote und Rahmenbedingungen der Einrichtung sowie Berücksichtigung von Ausgrenzung sind einige dieser Herausforderungen. Gleichzeitig stecken in den Offenen Treffs viel Potential und Ressourcen, die in der Öffentlichkeit und auch Jugendpolitik affirmativer vorgetragen werden können.

Zum Inhaltsverzeichnis der Zeitschrift Migration und Soziale Arbeit. 36. Jahrgang 2014, Heft 1

 

Expert_innenworkshop

Am 24.10.2013 fand in Mainz der erste Expert_innenworkshop zur Interkulturellen Öffnung der Offenen Jugendarbeit statt. 27 Teilnehmer_innnen aus Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit, aus dem MIFKJF, dem LSJV, Vertreter_innen aus der Wissenschaft sowie die Mitarbeiter_innen des ism tauschten sich über Herausforderungen und Perspektiven der Interkulturellen Öffnung aus.

Hier finden Sie die pdf des Vortrags von Prof. Dr. Susanne Lang (Hochschule Mannheim) unter dem Titel: "Die Bedeutung der Offenen Jugendarbeit für die Adoleszenz mit Blick auf die Bedeutung von Praxen der Interkulturellen Öffnung unter rassismuskritischer Perspektive"

 

Auswertungen der empirischen landesweiten Fragebogenerhebung zur Interkulturellen Öffnung der Offenen Jugendarbeit

 Hearing zum 2. Kinder- und Jugendbericht - Dokumentation


Über das Projekt hinaus

Hier finden Sie einen Vortrag von Prof. Dr. Andreas Thimmel zur Standortbestimmung der Jugendarbeit und des dort stattfindenden informellen Lernens in der pluralen Gesellschaft. Der Vortrag wurde auf der Tagung "Demographie und Migration" im Forum "Nonformale Bildung unter den Bedinungen von Diversität" gehalten, bei dem auch das Projekt zur Interkulturllen Öffnung der Offenen Jugendarbeit vorgestellt wurde.

Thimmel: Der Beitrag des nonformalen Bildungs- und Freizeitbereichs zur gesellschaftlichen Teilhabe von (allen) Jugendlichen in der Bundesrepublik